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Studien: Auch später Rauchstopp senkt Risiken für Blasenkrebs

Das Rauchen ist erwiesenermaßen einer der Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung von Harnblasenkrebs. Zwar sind die genauen Ursachen für die Entstehung dieser Krebsart noch nicht umfassend geklärt, aber aus zahlreichen Untersuchungen geht hervor, dass Raucher gegenüber Nichtrauchern ein bis zu vier Mal höheres Risiko für die Krebserkrankung haben.

Dabei gilt: Je größer Dauer und Dosis der „Raucherkarriere“, desto höher das Risiko. Jedoch kann auch ein später Rauchstopp noch zu einer deutlichen Senkung des Risikos führen. In verschiedenen Studien wurde in den vergangenen Jahren untersucht, ob und wie schnell sich welche Effekte eines Rauchstopps in Bezug zum Harnblasenkarzinom auswirken.

In einer großen Studie stellte das Team um den US-Forscher Neal D. Freedman bereits 2011 fest, dass bei Männern und Frauen das Risiko für Blasenkrebs parallel zur Dauer des Zigarettenverzichts statistisch deutlich reduziert wird. Als Maß diente die sogenannte „Hazard Ratio“ (HR). Sie bezieht sich auf die Wahrscheinlichkeit, mit der ein bestimmtes Ereignis binnen eines festgelegten Zeitraums eintritt. Im Vergleich zwischen zwei Gruppen werden deren Wahrscheinlichkeitswerte für das Ereignis ins Verhältnis gesetzt und beziffern ein höheres oder niedrigeres Risiko. Für Blasenkrebs durch Zigarettenkonsum hat ein Mensch, der nie geraucht hat, eine HR von 1. 

Freedman und sein Team ermittelten, dass bei Männern nach ein bis vier Jahren Rauchverzicht die HR bei 3,32 lag, nach fünf bis neun Jahren bei 2,85 und nach zehn und mehr Jahren nur noch bei 1,93. Bei Frauen waren die Rückgänge des Risikos in den gleichen Zeiträumen des Nichtrauchens mit HR 3,97, HR 3,49 und HR 2,08 jeweils etwas geringer. Auf das Risikoniveau von Menschen, die nie geraucht haben, führt ein Rauchstopp nicht zurück.

Weitere Studien belegen günstige Effekte des Rauchstopps auf Rezidiv- und Progressionsrisiken von Harnblasenkrebs. Je länger auf das Rauchen verzichtet wurde, desto größer der Effekt. Besonders bei nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs reduzierte ein Rauchverzicht von zehn und mehr Jahren das Risiko nahe heran an Nieraucher-Niveau; bei muskelinvasiven Tumoren verringerte sich nach dieser Dauer des Nichtrauchens das Rückfallrisiko deutlich. Die Mehrzahl der Studien, die Effekte eines Rauchstopps auf die Entstehung von Harnblasenkarzinom sowie auf das Fortschreiten der Erkrankung oder Rückfälle untersuchten, weisen darauf hin, dass der Zigarettenverzicht nicht nur primärpräventiv, sondern auch bei bestehender Erkrankung günstig wirkt.

Text: Wahlers/Glimm

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"Gönnen Sie sich ein gesundheitsbewusstes Jahr 2018!"

Die Deutsche Krebshilfe gibt Tipps für gute Vorsätze zum Jahreswechsel.

Zum Jahreswechsel sind wieder gute Vorsätze für das kommende Jahr gefragt. Der Wunsch, gesünder zu leben, steht bei vielen ganz oben. "Gönnen Sie sich ein gesundheitsbewusstes Jahr 2018!", empfiehlt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. "So senken Sie auch Ihr Krebsrisiko!"

Die Deutsche Krebshilfe erinnert in einer Mitteilung zum Jahreswechsel an die Eckpfeiler eines gesunden Lebensstils: Regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen, eine gesunde Ernährung und ein normales Körpergewicht, wenig Alkohol, Solarienverzicht und ein umsichtiger Umgang mit UV-Strahlen der Sonne. Das Präventionsfaltblatt "10 Tipps gegen Krebs. Sich und anderen Gutes tun." biete praxistaugliche Tipps für den Alltag. (eb)

Bezugsmöglichkeiten

Das Faltblatt kann zusammen mit weiteren Infomaterialien zur Krebsprävention kostenfrei bestellt werden bei: Stiftung Deutsche Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn.

Es steht auch zum Download bereit: www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/infothek/

Quelle: Ärzte Zeitung, 29.12.2017

 

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Strahlentherapie gegen Krebs - Beitrag im Deutschlandfunk vom 28.11.2017

Man sieht sie nicht, man hört oder fühlt sie nicht - das allein macht sie für Patienten schon ein wenig unheimlich. Aber die Strahlen lassen sich genau dosieren - und in ihrer Wirkung vorausberechnen. Hier kommen Sie zu dem Beitrag im Deutschlandfunk vom 28.11.2017. Am Mikrofon: Martin Winkelheide

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